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Schwedter Zahnärztesymposium 2018 begeisterte mit packenden Vorträgen

05.12.2018

Am 15. September 2018 versammelten sich nun bereits zum siebten Mal unter dem Thema „Innovative Zahnmedizin“ insgesamt 68 Zahnärzte und Zahnärztinnen, Zahntechniker/innen sowie 45 Praxismitarbeiter/innen in den Räumen des Gauß Gymnasiums Schwedt, um sich über aktuelle Themen der Zahnmedizin zu informieren. Begleitet wurde das wissenschaftliche Programm von zahlreichen Vertretern der Dentalbrache im Form einer Dentalmesse in den Fluren des Gymnasiums.

Die Veranstaltung wurde auch in diesem Jahr traditionell durch Herrn Dr. Rüdiger Jähnichen eröffnet, welcher die Bedeutung einer flächendeckenden, qualitativ hochwertigen Zahnmedizin in Brandenburg betonte. Einleitende Grußworte richtete in diesem Jahr die stellvertretende Bürgermeisterin Frau Annekathrin Hoppe an die Teilnehmer und stellte die Besonderheit einer solchen, großen Weiterbildungsveranstaltung auch für die Stadt Schwedt heraus. Sie freute sich über die Auswahl des Gymnasiums als Weiterbildungsort und wünschte sich, dass etwas von dem zahnmedizinischen Geist an die hiesigen Schüler übergehen möge, um weiteren zahnmedizinischen Nachwuchs zu erhalten. Anerkennende Worte fand sie auch für das rein ehrenamtlich organisierte, zahnmedizinische Symposium und warb um Nachahmer.

 

Die zahnärztliche Weiterbildung wurde mit dem Vortrag von Herrn Prof. Dr. Bernhardt, Universität Greifswald, zu dem Thema „Bruxismus-Diagnostik und Management in der täglichen Praxis“ eröffnet. Neben der Auswertung zahlreicher wissenschaftlicher Studien wurden hier besonders viele praktische Aspekte bei der Behandlung von CMD Fällen in der Zahnarztpraxis beleuchtet. Nach einer regen Diskussion und einer kurzen Pause ging es dann mit dem Vortrag von Herrn Prof. Dr. Dr. Matthias Schneider, Universität Dresden, über die immer noch gegebene Aktualität der Wurzelspitzenresektion spannend und sehr praxisrelevant weiter. Diskutiert wurden pro und kontra, moderne Techniken sowie die Erfolgschancen der WSR im 20. Jahrhundert. Im Anschluss an die Mittagspause und dem Besuch der Dentalausstellung berichtete Herr Prof. Dr. Dr. Radlanski, Charite Berlin, über die enge Verzahnung von allgemeinen Zahnärzten und den Kieferorthopäden. Er beleuchtete sehr anschaulich das breit gefächerte Spektrum der Behandlungsmöglichkeiten der Patienten von ganz jung bis ins hohe Alter hinein. Nach einer Kaffeepause erläuterte der Rechtsanwalt Herr Fiedler rechtliche und steuerliche Aspekte bei der Praxisübergabe. Hierbei zeigte er verschiedene Möglichkeiten zur Praxisübergabe auf und gab zahlreiche praktische Tipps bei der Gestaltung der entsprechenden Verträge.

 

Bei den durchweg weiblichen Praxismitarbeiterinnen begann der Tag mit dem Thema „Datenschutz“, welches Frau Zadow- Dorr von der Zahnärztekammer Brandenburg, aufgelockert mit vielen Beispielen aus dem Alltag, vortrug. Sie stellte sowohl Grundlagen als auch Details der neuen Grundverordnung vor, beruhigte aber gleichzeitig mit den Worten „Sie brauchen nicht in Panik zu verfallen, sie machen mit Sicherheit schon vieles richtig!“. Einen wichtigen und praktischen Leitfaden biete das online erreichbare QM- Portal der Zahnärztekammer Brandenburg, welches sie in diesem Zusammenhang mit vorstellte.

Anschließend berichteten die beiden Logopädinnen Marisa und Tina Braun aus der „Sprachschmiede“ in Schwedt über verschiedene Sprachstörungen, ab welchem Alter diese speziell bei Kindern therapiert werden müssen und gaben Beispiele für Therapieansätze.

Dann wechselte der Fokus von den Kindern zu den älteren Patienten und deren Besonderheiten. Insbesondere durch die Problematiken der Multimorbidität sowie zahlreicher Medikamente und deren Nebenwirkungen bekommen die Anamnese und das Vorgespräch mit den Patienten eine immer größer werdende Relevanz in der täglichen Behandlung. Die Dentalhygienikerin Astrid Appe aus Berlin zeigte in ihrem Vortrag „Parodontitis, Ernährung und Zahnpflege im Alter“ zahlreiche Besonderheiten sowie den Umgang damit auf.

Der letzte Vortrag fand schließlich rein interaktiv statt. Frau Annett Schlegel kam aus Jena angereist und begeisterte die Teilnehmerinnen durch ihre mitreißende Art der Kommunikation. Jeder fühlte sich angesprochen ohne sich bedrängt zu fühlen und jedem Einzelnen gab sie zum Ende ihres Vortrages „Sicheres Auftreten in jeder Situation- Wirkung, Wahrnehmung- Wiedergabe“ die Hand und besprach dabei u.a. die kleinen aber wichtigen Details der Begrüßung mit Handschlag. Auch zu anderen Feinheiten des alltäglichen Umgangs miteinander gab Frau Schlegel, Vorsitzende der Knigge- Gesellschaft, praktische Tipps und führte die Teilnehmer leicht durch den 90 minütigen Vortrag. Selbst der Fotograf Florian Nerreter von den Marktfotografen Angermünde wurde zu praktischen Darstellungen einbezogen.

 

Zwischendurch gab es wieder eine reichhaltige Verpflegung für alle Geschmäcker, wobei das selbstgemachte Eis des Caterers das größte Lob erhielt. Und zum Ende erhielten die Schüler der 12. Klasse des Gauß- Gymnasiums wieder eine Unterstützung vom Zahnärzteverein für den Abiball im kommenden Jahr als Dankeschön für die aktive Hilfe vor, während und nach dem Symposium.

Die durchweg positive Resonanz der Kollegen und Kolleginnen bereits während der laufenden Veranstaltung lässt einerseits den Stress der ehrenamtlichen Organisatoren des Vereins vergessen, andererseits gibt es Kraft für die Vorbereitungen des nächsten Symposiums, welches am 14.09.2019 wieder an gewohnter Stelle stattfinden wird.

 

 

Dr. Dana und Dr. Marco Stumpf

 

Fotos: Florian Nerreter von den Marktfotografen Angermünde

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Schwedter Zahnärztesymposium 2018 begeisterte mit packenden Vorträgen

Fotoserien zu der Meldung


Symposium 2018 (15.09.2018)

Symposium 15.09.2018 in Schwedt