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Zahnärztesymposium 2019

18.11.2019

8. Symposium 2019 – Schnarchen, Knirschen, Stress, Hypnose, Trauer u.v.m. – eine Themenauswahl so bunt wie das tägliche Leben

 

Im September 2019 fand in Schwedt wieder das, inzwischen achte, zahnärztliche Symposium statt, welches traditionell vom Bürgermeister der Stadt Schwedt Herrn Jürgen Polzehl eröffnet wurde. Durch das wissenschaftliche Programm bei den zahnärztlichen Kollegen und Kolleginnen führte Dr. Rüdiger Jähnichen. Das Programm startete mit einem Vortrag zur zahnärztlichen Schlafmedizin mit Respire, gehalten vom Zahntechnikermeister Partick Oosterwijk. In seinem Vortrag ging er sehr ausführlich auf die Diagnostik der Schlafapnoe ein und betonte auch die notwendige interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Schlafmedizinern. Er erläuterte die möglichen Behandlungsoptionen und erklärte ausführlich den Ablauf zur Herstellung einer Protrusionsschiene, einschließlich der notwendigen Nachkontrollen.

Frau Dr. Antje Danielzik-Skandera informiert anschließend über „Stress- Würze des Lebens oder Gesundheitsgefahr“. Ein sehr unterhaltsam und eloquent vorgetragener Beitrag, der uns allen deutlich vor Augen geführt hat, in vielen Fällen selbst die Fäden in der Hand zu haben. Sie empfahl zunächst auch scheinbar unangenehme Situationen erst einmal „anzunehmen“, 2. „abkühlen“,3. „analysieren“ und dann erst entscheiden, wie wir reagieren wollen. Ihr Ratschlag nicht nur für den Praxisalltag, täglich achtsamer mit uns umzugehen und immer mal wieder kleine Pausen zur Regeneration einzulegen, egal in welcher Form, regte alle zum Nachdenken an.

Nach der Mittagspause ging es mit dem 3. Vortrag weiter. Er beschäftigte sich mit der Wechselwirkung zwischen stomatognathem System und dem Bewegungsapparat. Der Vortrag von  Heilpraktiker und Diplom-Sportwissenschaftler Waldemar Bauer beinhaltete viele Übungen, welche von den Teilnehmern in Teamarbeit direkt ausprobiert wurden. Somit kam keine Müdigkeit auf, da die vielen kleinen Übungen seine Ausführungen gut verdeutlichten und auch als Anleitung für zu Hause Ideen gaben.

Der vierte und damit letzte Vortrag des diesjährigen Symposiums trug den Titel „implantologische Versorgung- gesund geplant- pflegebedürftig getragen“ von Prof. Torsten Mundt, der bereits mehrfach Redner auf unserem Symposium war. Der sehr praxisnahe Vortrag vermittelte uns viele praktische Hinweise zur Behandlung der zunehmend größer werdenden Gruppe der slow-go und dann der no-go Patienten. Er empfahl bei zunehmend eingeschränkter Motorik Stege als Implantatprothetik den Kugelankern vorzuziehen, da die Stegarbeiten von den Patienten besser zu händeln sind. Bei fortschreitender Verschlechterung des Allgemeinzustandes sind auch Magnetkonstruktionen eine gute Alternative zur Erhaltung der Kaufähigkeit.

Auch bei den 39 Mitarbeiterinnen ließ es sich der Bürgermeister Herr Polzehl nicht nehmen, das Programm mit einer Begrüßung in seiner Stadt zu eröffnen. Zahnärztin und Vereinsmitglied Dr. Dana Stumpf führte durch das Programm und mit einem Vortrag von Kerstin Dobberstein zum Thema „Fitness mit Messer und Gabel- gut essen im Job“ startete das wissenschaftliche Programm. Die Ernährungspyramide war dabei ein Schlüsselelement und brachte neues Bewusstsein für eine gesunde Ernährung. Das Highligh dabei war die Schokoladenverkostung als Genuss- Einlage.

Nachdem dann in der Mittagspause ebenfalls allerhand kulinarisches genossen werden konnte, informierte die Heilpraktikerin für Psychotherapie und Hypnose- Coaching-Therapie aus Schwedt Marion Scharfenberg über den „Weg zu mehr Gelassenheit- Möglichkeiten mit Hypnose“. Die anfängliche Übung brachte eine vollkommene Stille in den Raum während alle auf die Kontaktflächen mit ihrem Stuhl in Konzentration gingen. Eine anschauliche Variante einen Einblick in diesen Randbereich der Zahnmedizin zu bekommen. Ein klassisches aber täglich aktuelles Thema stellte Frau Christ Jung vor, ZMP und angestellt bei gsk. Sie gab allerhand Tipps in ihrem Vortrag „Dentin Hypersensitivität“ zu diesem sensiblen Thema.

Zum letzten Vortrag des Tages hatte der Verein die Diplom- Psychologin für Traumatherapie und Psychoonkologie Nora Pauli aus Berlin eingeladen, die ihren Vortrag unter dem Titel „Die Erlaubnis zu trauern- Wie können Helfer und Begleiter unterstützen“ hielt. Sie vermittelte anschaulich und sehr sensibel allen Anwesenden viele Tipps für den Umgang damit sowohl im Privaten als auch im Beruflichen und freute sich über die Bereitschaft der Anwesenden, sich mit diesem oft in der Gesellschaft kritisch gesehenen bzw. tabuisierten Thema im Rahmen der Weiterbildung zu beschäftigen.

Eine interessante Fachausstellung gab uns wieder viele interessante Tipps für den Praxisalltag und ein reger fachlicher Austausch der Kollegen in den Pausen rundeten das diesjährige Symposium ab. Wir freuen uns auch in diesem Jahr über die zahlreiche positive Resonanz und möchten uns an dieser Stelle auch herzlich für die Unterstützung unserer Sponsoren bedanken. Das kommenden Symposum am 19.09.2020 ist bereits in Planung.

 

Dr. Dana Stumpf

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Zahnärztesymposium 2019

Fotoserien zu der Meldung


Zahnärztesymposium 2019 (12.12.2019)

8. Zahnärztesymposium 2019